Old but Gold – Die Seniorenunion

Die Seniorenunion steht der CDU nahe und richtet sich an die Mitbürger „60plus.“ Bundesweit verzeichnet die Seniorenunion 55.000 Mitglieder.

In Berlin ist der Dipl.-Ing. und Kfz-Sachverständige Uwe Schmidt der Landesvorsitzende. Der 1945 geborene CDU-Politiker aus Tempelhof gehörte von 1991 bis 2006 dem Berliner Abgeordnetenhaus an und lud am 14. November zu einer Veranstaltung nach Reinickendorf.

Dort fungiert Hans-Peter Marten für die Seniorenunion als Vorsitzender. Lange Zeit gehörte er der Reinickendorfer BVV an. „Wir stehen der CDU nahe, aber bei uns wird niemand zur Mitgliedschaft in der Union aufgefordert.", erklärt Marten. „Es gibt durchaus Mitglieder der Seniorenunion, die keiner Partei angehören.“ Diese Nicht-Anbindung an die CDU habe auch den Vorteil „nicht alles bedingungslos zu übernehmen, was die Partei beschlossen hat.“

So sieht es auch der Landesvorsitzende Uwe Schmidt: „Die Seniorenunion ist unabhängig und das wollen wir auch bleiben. Wir sind so gut aufgestellt, weil wir über gute Kreisverbände verfügen.“ Eines ist allen Mitgliedern gemeinsam: Das Wort Senior soll nicht als Diskriminierung dienen. Schmidt drückte es so aus: „Richten Sie da mal den Blick in die USA! Wenn dort an der Türe einer großen Anwaltskanzlei steht, ein bestimmter Anwalt ist der SENIOR-Chef, dann wird das als Auszeichnung empfunden. In Deutschland wird leider viel zu oft das Wort Senior in Zusammenhang mit altem Eisen gebracht. Wir Senioren lassen uns aber nicht zum alten Eisen stempeln. Wir sind es doch, die über eine gehörige Portion sowohl an Lebens- als auch an Berufserfahrung verfügen.“ Der Landesvorsitzende sieht es auch als nicht förderlich an, dass man teilweise in den Reihen der Politik „und da beziehe ich alle Parteien mit ein, auch meine eigene“ den Mitbürgern mit 60plus nicht mehr viel zutraut. „Das kann auch darin liegen, dass sich Senioren vielleicht zu viel widerstandslos gefallen lassen.“ Gerade bei dem für die Bundeshauptstadt Berlin so heiklen Thema wie Abbau der öffentlichen Toiletten im gesamten Stadtbild „muss man sich mehr Gehör verschaffen. Ich möchte mal erleben, was dieser Senat dazu sagt, wenn mehrere tausend Berlinerinnen und Berliner, besonders zahlreiche Senioren, am Brandenburger Tor gegen die Toilettenschließungspläne demonstrieren.“ Der Berliner Senat oder wer auch immer solle niemals fälschlicherweise die Meinung vertreten, „Senioren lassen sich alles gefallen. Wir sind da, wenn es darauf ankommt. Wir können durchaus die eine oder andere gut besuchte Demonstration medienwirksam auf die Beine stellen.“

Bei dieser Veranstaltung der Seniorenunion in Reinickendorf durfte die Presse erleben, dass die Seniorenunion kein Zusammenschluss ist, der sich nur zur Kaffeetafel und zum Plaudern trifft. Hier galt: „Hut ab! Die Post ging ab.“ Ein Teilnehmer sagte: „Wir sind durchaus alt an Jahren, aber deshalb sind wir nicht senil. Auch wenn uns das mancher junge Mensch unterstellt. Diese Leute vergessen leider allzu schnell, jeder wird älter. Der Junior von heute ist der Senior von morgen. In England sagt man doch: Old-but gold.“

Im Deutschen Bundestag befragte der TSB-Verlag zum Stellenwert der Senioren Frank Steffel (CDU). „Ich freue mich über das große Engagement der älteren Generation für unsere Gesellschaft und unser Gemeinwesen.", sagt der direkt gewählte Reinickendorfer Bundestagsabgeordnete. „Ob in Vereinen, beim Sport, in der Politik, in der Nachbarschaft und natürlich ganz besonders in der eigenen Familie: Vieles ginge gar nicht ohne Oma und Opa, ohne den Erfahrungsschatz und die Lebensleistung unserer Senioren. Dank der großen Aufbauleistung der Großeltern und Eltern hat unsere Jugend heute alle Chancen weltweit. Die Senioren-Union ist ein fester Bestandteil unserer Partei. Hier fühlt man besonders den Willen, etwas zu bewegen. Wenn ich im Jahr viele Hundert Besucher im Reichstag begrüße, dann sind es die Älteren, die ein großes Interesse an der Politik haben. Wir können stolz sein auf unsere Senioren.“

 

Foto: Hans-Peter Marten (li.) und Uwe Schmidt

 

Text: AG u. VTN/Foto: VTN

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