Laden von Elektrofahrzeugen wird in Berlin einfacher

Das Tarifmodell des Landes Berlin für das Laden von Elektrofahrzeugen wird vom 15. Juli bis zum Jahresende versuchsweise umgestellt. Der bisherige gestaffelte zeitbasierte Tarif wird im Rahmen eines Großversuchs durch eine einfache Anschlussgebühr („Session Fee“) ersetzt.

Seit seiner Einführung wird das Berliner Tarifmodell für die Nutzung der Ladeinfrastruktur intensiv unter Beteiligung der Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos diskutiert. Nach diesem Modell wird der Preis für das Aufladen nach der Zeit berechnet, die das Auto an die Ladesäule angeschlossen ist. So sollten Anreize geschaffen werden, die Ladeinfrastruktur nur für den Zeitraum des Ladevorgangs zu nutzen und diese möglichst schnell für andere Elektroautos frei zu geben.

Mit dem jetzt beginnenden zeitlich befristeten Großversuch werden die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zusammen mit dem Ladesäulenbetreiber Allego GmbH und dem Ladestromanbieter The New Motion GmbH das Tarifsystem für die Nutzenden leichter verständlich gestalten. Für einmal Anschließen an die Ladesäule wird ein Preis berechnet. Genauso wichtig ist es den Akteuren zudem, eine Lösung herbeizuführen, die eindeutig eichrechtskonform ist. Die Entwicklung solcher Lösungen beschäftigt zurzeit deutschlandweit die Ladeinfrastrukturbetreiber.

Staatssekretär für Verkehr, Jens-Holger Kirchner: „Mit einer Anschlussgebühr, bei der pauschal pro Ladevorgang und je nach Ladetechnik abgerechnet wird, werden wir das Tarifmodell für die Kundinnen und Kunden vereinfachen und noch verständlicher gestalten. Gleichzeitig werden wir sicherstellen, dass das jetzt erprobte Tarifmodell eindeutig dem Eichrecht entspricht.“

Die Auswirkungen der befristeten Tarifumstellung werden durch begleitende Analysen eingehend untersucht. Vorher-Nachher-Untersuchungen werden zeigen, ob das Konzept einer Session Fee erfolgreich ist, eine hohe Nachfrage mit sich bringt und ob sich die Fehlbelegung bei den Stellplätzen verändert. Es geht um Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Tarifmodells.

 

Text: LPD Berlin