Karl Ove Knausgard mit neuem Roman in Berlin

Der aus Norwegen stammende Autor Karl Ove Knausgard, einer der Weltstars der Gegenwartsliteratur, stellte am 22. Mai seinen neuen Roman „Kämpfen“ vor. Zu der Deutschland-Premiere im Großem Sendesaal im Haus des Rundfunks beim RBB in Berlin-Charlottenburg waren alle 1000 Plätze besetzt. Das Publikum empfing ihren Star der Gegenwartsliteratur mit riesigem Applaus . Die dann folgende Stille gab Raum für das Gespräch mit Radioeins-Moderator Thomas Böhm. Einige Passagen aus dem sechsten Band des größten Romanprojektes der Gegenwart las Mathias Brandt auf Deutsch vor. Wie schon in den vorangegangenen 5 Bänden „Sterben“, „Lieben“, „Spielen“, „Leben“ und „Träumen” erzählt Knausgard sein Leben mit all seinen Banalitäten, Versuchungen und Glücksmomenten. In „Kämpfen” treibt er seine radikale Methode an die Schmerzgrenze, spannt ein Netz von Hamlet über Don Quijote bis zu dem jungen Hitler. Mit der Beschreibung von Krankheit und Krise dringt Karl Ove Knausgard bis zum Kern des Menschlichen zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor. Für alle Teilnehmer war es ein bewegendes Ereignis, den ansonsten als sehr scheu geltenden norwegischen Autor einmal erlebt haben zu dürfen.

 

Foto: Knausgard bei einer Autogrammstunde

 

Text/Foto: Ralf Flucke