Kältehilfe in Berlin: Bedarf durchgehend gedeckt

Am 31. März wurde die diesjährige Kältehilfesaison beendet. Insgesamt standen in Berlin 920 Notschlafplätze zur Verfügung. Die Auslastung der Plätze lag im Durchschnitt bei 90,1 Prozent. Am höchsten war die Auslastung im März bei 92 Prozent. Damit hat das Angebot den Bedarf durchgehend decken können.

Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach bilanziert: „Es ist gelungen, in diesem Winter 100 zusätzliche Plätze in der Kältehilfe zu schaffen und damit das Angebot an Notschlafplätzen deutlich zu erhöhen. Dazu wurde ein leerstehender Hangar im Flughafen Tempelhof genutzt, der auch über Duschen verfügt. Die Plätze waren dort in fast allen Nächten vollständig belegt. Ich bin froh, dass wir so vielen obdachlosen Menschen einen Übernachtungsplatz in der kalten Jahreszeit anbieten konnten. Das war mir sehr wichtig. Ich danke vor allem dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg, ohne den dies nicht möglich gewesen wäre. Ebenso ist den vielen Helferinnen und Helfern in den Notübernachtungen zu danken, ohne die es keine Kältehilfe in unserer Stadt gäbe. Für viele ist dieses niedrigschwellige Angebot eine direkte Überlebenshilfe.

Nun geht es darum, rechtzeitig genügend Plätze für den nächsten Winter zu organisieren. Das geht nicht ohne die Bezirke. Bevor die nächste Kälte kommt, müssen ausreichend warme Plätze für die Menschen ohne Obdach vorhanden sein. Deshalb steigen wir schon bald in den Prozess der Organisierung der kommenden Kältehilfe ein. Grundsätzlich werden wir in der Wohnungslosenhilfe umsteuern und ein neues Konzept erarbeiten. Der Schwerpunkt muss auf Prävention gelegt werden. Wir müssen verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren.

 

Foto: Notunterkünfte wie Luis und Luise in Steglitz-Zehlendorf konnten den Bedarf an Schlafplätzen durchgehend decken.

 

Text: PM; Foto: Verlag

 

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