Nur die Marke ist das Original – Jahrestagung des Markenverbandes

Nur die Marke ist das Original, das Original hat eine Marke. Frei nach diesem Motto fand am 31. Mai die Jahrestagung des Markenverbandes in Berlin nahe des Bundeskanzleramtes statt.

Bereits seit 1903 setzt sich der Markenverband als branchenunabhängiger Verband für ein stabiles Wertegerüst der Gesellschaft ein, mit dem Ziel, dass Unternehmen und Marken sich darauf verlassen können. Der Verbraucher ist frei, diese Freiheit bedeutet für ihn: Er kann sich ganz bewusst für eine Marke entscheiden – oder er lässt es sein. In vielen Fällen vertraut er der Marke, dem Original. Es hat sich, oft über Generationen hinweg, bewährt. Die rund 400 Mitgliedsunternehmen im Markenverband in Deutschland kommen unter anderem aus den Bereichen Nahrungs- und Genussmittel, Haushaltswaren, Mode, Kosmetik, pharmazeutische Produkte sowie Dienstleistung. Sie stehen für einen Markenumsatz bei Konsumgütern von über 300 Mrd. Euro und im Dienstleistungsbereich von etwa 200 Mrd. Euro. Mehrere Unternehmen sind Mitglieder seit der Gründung.

Bei der Jahrestagung des Markenverbandes wurde Präsident Franz-Peter Falke im Amt bestätigt. Die Mitgliederversammlung wählte den geschäftsführenden Gesellschafter der Falke-KGaA für weitere drei Jahre im Amt. Erstmals hatte er das Amt des Präsidenten 2005 inne. Anzumerken ist, das Amt wird ehrenamtlich ausgeübt. Franz-Peter Falke betonte, der Verbraucher setze „Vertrauen in eine Marke. Vertrauen ist auch ein hohes Gut.“ Er sagte auch: „Marken stehen für Qualität, für Nachhaltigkeit. Marken haben auch die Kraft zur permanenten Erneuerung.“

Wie hoch das Ansehen des Markenverbandes ist, belegt die Tatsache, dass aus allen Fraktionen des Deutschen Bundestages Vertreter zur Podiumsdiskussion entsandt hatten. Für die CDU nahm Generalsekretär Dr. Peter Tauber, MdB, an der Podiumsdiskussion teil. Für die CSU kam deren Generalsekretär Andreas Scheuer, MdB. Eingeladen hatte der Markenverband ursprünglich auch die SPD-Generalsekretärin und Bundestagsabgeordnete Dr. Katarina Barley. Sie ist mittlerweile designierte Bundesfamilienministerin geworden und wurde würdig von dem niederbayrischen SPD-Politiker und Bundestagsabgeordneten Christian Flisek vertreten. Der Volksvertreter hat beruflich sehr viel mit Marken zu tun. Ist Christian Flisek doch Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz von Beruf und seine Schwerpunkte sind das Markenrecht und das Urheberrecht. Die FDP wurde durch Nicola Beer, Generalsekretärin der Liberalen und Landtagsabgeordnete aus Hessen vertreten. Von 2012 bis 2014 wirkte sie als Kultusministerin in Hessen. Die GRÜNEN waren vor Ort mit Michael Kellner. Er ist Politischer Geschäftsführer der GRÜNEN. Marken und Parteien haben sehr viele Gemeinsamkeiten. Christian Flisek erklärte: „Wir Sozialdemokraten arbeiten permanent auch an unserem Markenprofil. Wir haben erhebliche Reformen angestoßen und wollen die Erfolgsstory fortschreiben.“ Nicola Beer erklärte: „Die FDP hat das Produkt, die Marke, gestärkt.“ Unser Land „braucht mehr Mut, mehr Innovationen, mehr Lehrerweiterbildungen und Lehrerfortbildungen und eine bessere Ausstattung in unseren Schulen.“ Michael Kellner betonte, die Marke GRÜN stehe für „Klimaschutzziele, nachhaltige Landwirtschaft, Eintreten gegen das Artensterben und ein Ende des Tierleids.“ Er wies auch daraufhin: „Die deutsche Automobilindustrie darf den Anschluss nicht verpassen. E-Mobilität ist Zukunft.“ Außerdem müsse man „die Marke Europa stärken!“ Seine Begründung lautete: „Von weniger Europa hat keiner mehr.“ Der CSU-Generalsekretär Scheuer sagte: „Wir können eine Topbilanz hinlegen! Mittlere und untere Einkommen werden zudem erheblich entlastet. So kann man Markenprodukte kaufen.“ Er erinnerte daran, dass in seiner Heimat Niederbayern Vollbeschäftigung zu verzeichnen sei. „Wer das vor 20 Jahren gesagt hätte, den hätte man verspottet.“ CDU-Generalsekretär Peter Tauber hatte die weltweit bekannteste deutsche Marke erwähnt, wenn man es einmal so ausdrücken darf. „Mein Markenprodukt kennen Sie seit 12 Jahren. Die CDU und Frau Merkel regieren seit 12 Jahren. Wir haben in dieser Zeit beispielsweise die Mütterrente eingeführt und das Bafög erhöht. Wir geben so viel Geld aus für Bildung und Forschung wie noch nie. Deutschland steht gut da. In über 100 Landkreisen herrscht Vollbeschäftigung.“ Alle Vertreter der Parteien sprachen sich gegen Werbeverbote aus. Natürlich dürfen Kinder und Jugendliche nicht verführt werden, Zigaretten zu kaufen. Das ist aber nur ein abstraktes Beispiel. Die Produzenten und die Werbewirtschaft sind sich ihrer großen Verantwortung bewusst und sprechen bei Produkten wie Tabak und Alkohol nur Erwachsene an und achten beispielsweise darauf, dass in der Nähe von Kitas und Schulen keine Zigarettenautomaten aufgestellt werden und sich keine Werbeflächen für Produkte wie Tabak und Alkohol befinden. Der volljährige Verbraucher hingegen hat die Freiheit, selber zu entscheiden, ob er raucht, Alkohol und Kaffee oder Kräutertee oder Früchtetee oder Schwarzen Tee trinkt, Eis konsumiert und Schokolade. Ob er in den Urlaub fährt und mit wem er wohin in den Urlaub fährt; ob er im Hotel wohnt, im Wohnmobil oder im Zelt. Er allein legt auch auch fest, ob er zu einer Marke greift oder nicht. Das zeichnet auch die freie Gesellschaft aus.

 

Text:VTN/Foto: Bozena Behrens