Hotelier des Jahres in Berlin geehrt

Der Deutsche Hotelkongress fand am 29. und 30. Januar in Berlin-Charlottenburg statt. Ausrichtungsort war natürlich ein Hotel. Der Vorsitzende des Hotelverbands IHA, Otto Lindner, stellte fest: „Der Incoming-Tourismus boomt: Deutschland als Reiseland sowie Tagungs- und Kongressstandort liegt nachhaltig im Trend. Vor dem Hintergrund der allgemeinen positiven Wirtschaftslage rechnet der Hotelverband für das Jahr 2018 mit einer Steigerung der Übernachtungszahlen sowie der nominalen Umsätze von 1,5 bis 2 Prozent.“

Judith RakersIm Rahmen des Deutschen Hotelkongresses wird auch die Auszeichnung „Hotelier des Jahres verliehen. Die AHGZ – Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung (dfv Mediengruppe) ehrt mit dieser namhaften Auszeichnung bereits seit 1990 herausragende Leistungen in der Hotellerie. Die Moderation bei der 29. Preisverleihung zum Hotelier des Jahres lag in den Händen der charmanten Tagesschausprecherin und Talkshow – Moderatorin Judith Rakers. Sie übernahm bereits zum zehnten Male die Moderation bei dieser Würdigung.

Der Preis „Hotelier des Jahres“ hat zwar keine Dotierung, ist aber trotzdem eine sehr begehrte Auszeichnung. Es ist ja „ein Preis von Insidern für Insider. Es ist also ein echter Branchenpreis“, wie es ein Jurymitglied mitgeteilt hatte. Ernst Fischer, Ehrenpräsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband e. V. (DEHOGA), erhielt den Special Award. Mit sehenden Ovationen würdigte man den Preisträger, der unumwunden zugab, Tränen in den Augen zu haben. In fast 50 Berufsjahren hat Ernst Fischer „über 400 Auszubildenden das Rüstzeug für die Hotelbranche und die Gastronomie vermitteln dürfen. Unsere Branche ist die beste Branche der Welt.“ Ernst Fischer betonte auch, man müsse als Hotelier immer ein Vorbild sein und stets an „die Wertschätzung denken. Wertschätzung für alle Menschen, das betrifft Gäste und Mitarbeiter.“ Die Würdigung „Hotelier des Jahres“ ging an Micky Rosen und Alex Urseanu.

Sie begannen ihre bis heute erfolgreiche Zusammenarbeit im Jahr 2002 mit ihrem ersten gemeinsamen Hotelprojekt, dem Hotel Bristol in Frankfurt am Main. Beide Unternehmer gründeten später gemeinsam die Dachgesellschaft Gekko Group. Seitdem ist die Gekko Group zu einer hochangesehenen Marke in der Hotellerie und Gastronomie geworden. Die Gekko Group beschäftigt mittlerweile rund 1.000 Mitarbeiter und bietet in sieben Hotels 800 Zimmer an. Der Juryvorsitzende Rolf Westermann, Chefredakteur der AHGZ -Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung, begründet die Entscheidung wie folgt: „Micky Rosen und Alex Urseanu haben sich mit ihren visionären Hotels sowie Bar- und Foodkonzepten nach 17 Jahren der Zusammenarbeit endgültig etabliert. In Frankfurt laufen das Design-Hotel Roomers, die Gerbermühle, das Restaurant Moriki sowie weitere Konzepte seit Jahren erfolgreich. 2016 und 2017 gelangte der Gekko Group mit der Eröffnung zweier Roomers-Hotels in Baden-Baden und in München sowie dem Provocateur in Berlin weitere Meilensteine. Rosen und Urseanu zeigen, wie Luxus modern interpretiert werden kann, ohne dabei die Leichtigkeit des Seins aus dem Auge zu verlieren. Sie verbinden Hotellerie mit eindrucksvollen Bar-Konzepten und wegweisender Gastronomie und schaffen damit inspirierende Meeting-Spots, wie man sie in den großen Metropolen der Welt findet.“

Magier Nicolai Friedrich
Der Mentalmagier Nicolai Friedrich verzauberte das Publikum

Der Höhepunkt der vor 1.000 geladenen Gästen erfolgreichen Würdigung kam von keinem Hotelier. Der international bekannte Zauberer und Mentalmagier Nicolai Friedrich verzückte das Publikum. Ob es darum ging, das Geburtstagsdatum eines Gastes zu erraten oder bei einem anderen Gast festzustellen, an welche konkret Zahl zwischen 30 bis 100 er denkt, Nicolai Friedrich lag immer richtig. Damit gar nicht der Vorwurf aufkommen konnte, es sei vorher alles abgesprochen worden, lief es so ab: Der Magier warf einen trockenen Schwamm ins Publikum, wobei er das mit dem Rücken zum Publikum tat. Der Fänger warf den Schwamm willkürlich einem anderen Gast zu, dann warf dieser Fänger erneut den Schwamm ins Publikum. Ein Besucher sagte anschließend: „Wenn ich es heute hier nicht gesehen hätte, ich würde so etwas nicht glauben. Wie macht das der Zauberer wohl?“ Da hat Nicolai Friedrich etwas gemeinsames mit Hoteliers und ihren Mitarbeitern: Das Schweigen! Ob ein bestimmter, vielleicht sogar prominenter Schauspieler aus den USA beispielsweise, in dem Hotel zum Frühstück Kaffee oder Tee getrunken hat, ob er an der Zimmerbar sich bedient hatte und wenn „JA“, was und wie viel er davon getrunken hat: Man schweigt.

Text: Volkert Neef/Fotos: Bozena Behrens

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