Fußball-Weltmeisterschaft: Erster deutscher Fan erhält Fan-Pass

Am 2. März fand im Russischen Haus in der Friedrichstraße in Berlin-Mitte eine Premiere statt. Die erste Fan-ID für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland wurde ausgegeben. Um zu den Spielen der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Russland 2018 zu gelangen, benötigt man eine personalisierte Zuschauerkarte – den Fan-Pass, auch FAN-ID genannt. Die FAN-ID bietet einen schnellen und bequemen Zugang zum Stadion.

Die FAN-ID gibt ausländischen Bürgerinnen und Bürgern, die nach Russland als Zuschauer von Spielen der Weltmeisterschaft 2018 kommen, die Möglichkeit der mehrfachen Einreise in das Land, ohne ein Visum zu beantragen. Der gebürtige Saarländer Christoph Ladwein (59), der seit der Wende als Freier Handelsvertreter in Berlin lebt, war der Glückliche, der die erste Fan-ID abholen durfte. Seine Exzellenz, der Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland, Herr Sergej Nechaev und Dr. Rainer Koch, der Vizepräsident des DFB sowie Bernd Schultz, der Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, waren ebenfalls im Russischen Haus anwesend.

Russische Botschafter Sergej Netschachajew
Sergej Netschachajew, Russischer Botschafter in Berlin.

„Wir starten nun mit der Vorbereitung zum wichtigsten Ereignis des Jahres, die WM 2018 in Russland und beglückwünschen die deutschen Fans, die nun nach Russland fahren und die russische Gastfreundschaft genießen werden“, so der Botschafter. Er betonte auch, man sei in Russland „sehr gut aufgestellt für die Weltmeisterschaft. Das Land ist sicher und die Organisation liegt in allerbesten Händen. Wir liegen im Zeitplan und freuen uns darauf, Gäste aus aller Welt begrüßen zu dürfen.“ Unumwunden gab er zu: „Auch wenn es mir schwerfällt, dies einzugestehen, natürlich ist die Deutsche Nationalmannschaft der ganz große Favorit bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Deutschland fährt als Titelverteidiger nach Russland und wird sich darum bemühen, diesen Titel nach besten Kräften zu verteidigen.“

Dr. Rainer Koch erinnerte daran, dass es für den DFB so sei: „Fußball ist sozusagen das letzte Lagerfeuer, an dem sich alle versammeln. Man versammelt sich unabhängig von der Hautfarbe, der Kultur und der Religion. Fußball verbindet alle Menschen auf allen fünf Kontinenten.“ Der Herr Botschafter teilte den Medienvertretern auch etwas Privates mit: „Als Kind, als Jugendlicher, habe ich natürlich auch sehr gerne Fußball gespielt. Meine Mannschaft war Dynamo Moskau. Da war selbstverständlich der großartige Torwart Lew Iwanowitsch Jaschin unser großes Vorbild. Wir alle warfen uns so auf den Boden, wie Jaschin es tat, um das Tor sauber zu halten. Selten konnte meine Freunde und ich so die Torschüsse parieren wie Jaschin es mit Leichtigkeit getan hatte.“ Bei „den Bundesligaspielern hatten wir große Hochachtung für Uwe Seeler, Franz Beckenbauer und Gerd Müller.“ Eines war im Russischen Haus klar zu sehen: Der Botschafter, Dr. Rainer Koch, Bernd Schultz, Christoph Ladwein und viele andere Fußballfreunde können es gar nicht mehr abwarten, bis endlich der WM-Ball in Russland rollt.

Text/Fotos: Volkert Neef