Deutschland hat eine neue Miss50Plus

Am 31. Oktober trafen sich Deutschlands hübscheste Damen im „Mercure Hotel MOA Berlin“ in Moabit. Eine Besonderheit war allerdings gegeben: Wer an der Wahl zur „Miss50plus“ teilnehmen wollte, musste mindestens 50 Jahre jung sein. Bereits in Vorausscheidungen wählte man letztendlich die Damen, die am Wettbewerb teilnehmen durften. So war die jüngste Teilnehmerin in Moabit erst vor ein Paar Tagen in die Altersgruppe der 50-Jährigen gerutscht. Die älteste Dame im Wettbewerb war 64 Lenze jung.

Insgesamt 19 Damen aus ganz Deutschland traten an. Hoteldirektor Paolo Masaracchia dachte doch tatsächlich, seine Augen spielten ihm einen Streich! Er konnte es kaum glauben, dass jede der Teilnehmerinnen schon mindestens 50 Jahre alt ist. Wie ihm ging es aber allen Gästen. Hätte man Außenstehenden gesagt, die Teilnehmerinnen sind 30 Jahre jung, jeder hätte es geglaubt! Dabei legten alle Damen wert auf die Feststellung, niemals zu einem Schönheitschirurgen gegangen zu sein. Eine Kandidatin machte eine kleine Ausnahme und betonte: „Eine störende und hässliche Warze habe ich mir einmal entfernen lassen.“

Vom Berufsbild her waren Hausfrauen, auch schon pensionierte Beamtinnen, Kauffrauen, eine Betriebswirtin, eine Dolmetscherin, eine Inhaberin eines Surfgeschäfts, eine Reitlehrerin und eine Vorstandsassistentin anwesend.

Die Jury in Moabit war hochkarätig besetzt. In ihr saßen u. a. die Entertainerin, Sängerin und Schauspielerin Dagmar Frederic, der ehemalige Fifa-Schiedsrichter Walter Eschweiler, Boxtrainer Ulli Wegner und die Schauspielerin Barbara Schöne.

Am Ende stand Christine Lösch-Schleier aus Niedersachsen als Siegerin fest. Die im Ruhestand lebende Gewinnerin war mit 64 Jahren die älteste Teilnehmerin. Sie ist Mutter einer fast 30 Jahre alten Tochter und tanzt sehr gern. Damit ihr nicht langweilig wird, setzt sie sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl ein. In ihrer Heimatgemeinde bringt sie ausländischen Ärzten Deutsch bei. Als ein Geheimrezept für gutes Aussehen verriet die Siegerin: „Regelmäßiges Tanzen gehen mit meinem Gatten und eine harmonische Ehe halten jung, sehr jung sogar.“

Für das gelungene künstlerische Programm am Abend sorgten Sängerin Misha und Comedian sowie Stimmenparodist Jörg Hammerschmidt. Die sympathische Dagmar Frederic vertraute dem Mitarbeiter des Stadt-Blatt Verlages im Pressegespräch an: „Ulli Wegner und ich saßen ja in der Jury nebeneinander. Stellen Sie sich einmal vor, wir beide haben uns völlig unabhängig voneinander und ohne Absprache für ein und dieselbe Kandidatin entschieden.“ Unter den Gästen im Hotel traf man auch den Künstler Paul Gant an. Im Jahre 2010 erhielt er eine Echo Jazz Nominierung. Er sagte: „Mein Respekt gilt den Damen ab 50 Jahren! Sie sind es, die auf eine gewisse Reife und Lebenserfahrung zurückblicken können.“

Eines ist eindrucksvoll im Mercure Hotel MOA Berlin unter Beweis gestellt worden am 31. Oktober: Die Schönheit einer Dame hängt nicht vom Alter ab!

Text/Foto: VTN

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