Donnerstag, 23. Februar 2012

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„Das Schönste ist, wenn unsere Enkel kommen“

Auf einen Kaffee mit Jörg Schönbohm: Über seine Rückhand, Kant und den Ruhestand

Als ich zur Schule ging, war er als rechte Hand von Bundesverteidigungsminister Manfred Wörner der kriegstreibende Klassenfeind. Das hatte man mir im Staatsbürgerkunde-Unterricht erzählt. Später bewahrte mich die im Verschwinden begriffene DDR vor dem Militärdienst in der Nationalen Volksarmee (NVA). Zwei Wochen, nachdem ich meinen Zivildienst antrat, begann er die NVA aufzulösen und den verbliebenen Rest in die Bundeswehr zu integrieren, in die ich ebenfalls nicht wollte. Wenige Monate nach meinem Studienbeginn in Berlin wurde er Innensenator der Stadt und begann die letzten Wagenburgen und besetzten Häuser zu räumen, in denen auch ich mich herumtrieb. Dass er und ich einmal bei Kaffee an einem Tisch sitzen würden – eine absurde Vorstellung seinerzeit. Als ich begann, für die Kleinmachnower Zeitung zu schreiben, trug er sich ins dortige Goldene Buch ein und verabschiedete sich aus dem Amt des Brandenburger Innenministers in den Ruhestand.

Er wollte nun die Rückhand im Tennis verbessern und seinen Garten zum vergrößerten Wohnzimmer machen. Was treibt er eigentlich jetzt, der Jörg Schönbohm?
„Heute früh war ich beim Tennis“, plaudert er aufgeräumt und nippt an seinem Kaffee. „Ja, meine Rückhand ist besser. Meine Kameraden haben gestaunt.“ Seine Lebensgeschichte hat er aufgeschrieben, gemeinsam mit seiner Frau Eveline. Die Autobiografie „Wilde Schwermut – Erinnerungen eines Unpolitischen“ erschien 2010. Und der Garten? „Das Schönste ist, wenn unsere Enkel kommen. Die freuen sich riesig.“ Er scheint angekommen im Ruhestand. „Wenn man im Sommer draußen sitzt und eine schöne Zigarre raucht …“ Der Generalleutnant a.D. wirkt sehr zivil. Die Wetterjacke hat er über den Stuhl gehängt, und die Brille liegt neben der Kaffeetasse. Nur die markanten, etwas diabolisch wirkenden Augenbrauen erinnern noch an das Bild vom strammen „Generator“, das ein großes Blatt damals zeichnete ...

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des lokal.reports oder hier online.

„Das Schönste ist, wenn unsere Enkel kommen“