Mit Kanga nach der Geburt fit werden

Quietschvergnügtes Brabbeln und sanfte Musik stimmen auf das bevorstehende Training im Jugend- und Familienzentrum "ClaB" in Stahnsdorf ein. Die Babys freuen sich auf eine Kuschelstunde der besonderen Art mit ihren Müttern. Den Anfang machen Kräftigungsübungen für den Beckenboden, Bauch, Beine und Arme. Doch statt herkömmlicher Sportgeräte werden die Babys als „Hanteln" eingesetzt. Ein Jauchzen geht durch den Raum, als sie von den Müttern hoch über die Köpfe und zur Seite gestemmt werden, um so die Bauchmuskeln mit gezielten Übungen wieder in Form zu bringen. Das jüngste Baby ist acht Wochen alt, das älteste vierzehn Monate.

Kanga ist ein spezielles Mutter-Kind-Training

Kanga Training in Stahnsdorf

Kanga vereint Elemente aus Wirbelsäulengymnastik, Muskelausdauer und -kräftigung, Beckenbodentraining und Tanz. Das Training eignet sich für Mütter nach dem postnatalen gynäkologischen Check und der Rückbildungsgymnastik. 6-8 Wochen nach der Geburt kann bereits mit dem Training begonnen werden. Das Besondere daran ist das Tragen des Babys in Tragetüchern oder Tragehilfen während beckenschonender Kräftigungsübungen zu moderner Musik: eine Mischung aus Choreografie und Aerobic. Viele Babys genießen den Rhythmus und die Nähe so sehr, dass sie trotz oder vielleicht gerade wegen der schaukelnden Bewegungen einschlafen.

Franziska Herold, Kanga­trai­ne­rin und Trageberaterin aus Trebbin, ist selbst Mutter eines dreijährigen Sohnes. Vor drei Jahren hat die 29-Jährige die Ausbildung zur Kanga­trai­nerin absolviert. Seitdem bietet sie in Stahnsdorf, Kleinmachnow, ­Blankenfelde und Lankwitz Kurse für Schwangere, das sogenannte PreKanga, und verschiedene Kangatrainingsarten an. „Ich habe mit meinem Sohn damals selbst Kanga Training gemacht und war begeistert von der Idee", erzählt Franziska, die eigentlich gelernte Köchin ist. „Kanga ist genau auf die Bedürfnisse junger Mütter und ihrer Babys abgestimmt", erklärt sie. „Die Mama wird sicher im Umgang mit ihrem kleinen Tragling und rundum fit, während das Baby mit ihr kuschelt und das innige Zusammensein mit der Mama genießt."

Babys lieben Körperkontakt

„Wichtig ist, das Kind stets Bauch an Bauch zu tragen, um es vor Reizüberflutung zu schützen", erklärt Franziska. Das Baby kann sich so zurückziehen und schlafen, während der Tragende die Hände frei hat und sich flexibel im Alltag bewegen kann. Das Tragen des Kindes am eigenen Körper beruhigt die Kleinen, nachweislich weinen getragene Kinder weniger. Außerdem begünstigt Tragen eine gesunde Hüftreifung und die stützt die natürliche Rundung der Wirbelsäule. Wichtig ist die Auswahl einer geeigneten Tragehilfe. Um einen Überblick über mögliche Traghilfen und Bindetechniken zu bekommen, empfiehlt sich ein individuelles Gespräch mit einer ausgebildeten Trageberaterin. Damit einem geborgenen Start ins Leben nichts im Weg steht!

Die Kurse von Franziska Herold können für Stahnsdorf, Blankenfelde und Berlin unter www.kangatraining.de auch online gebucht werden.

Text/ Foto: pi