Der Burrito-Himmel ist in Zehlendorf

Seit Dezember 2016 rocken ­Vince ­Wagenknecht und ­Markus ­Scheer die Geschmacksknospen der Zehlendorfer. Als Betreiber, Koch und Mädchen für alles haben die beiden eine kulinarische Nische gefunden, die es so eher selten in unserer Region gibt: Fast Food mit Slow-Food-Qualitäten zum fairen Preis. Die Idee für das „Sixteen ­Bites" kam den sympathischen Jungunternehmern während ihres Studiums in Großbritannien und in den USA. Zurück in Deutschland reifte die Idee zum Konzept: Die traditionell sehr fleischlastigen Burritos auf ein höheres und gesünderes Level bringen – alles frisch, alles hausgemacht, alles lecker.

Reine Geschmackssache – der personalisierte Burrito

Sixteen Bites Burrito

Burritos sind mit Fleisch und Gemüse gefüllte Tortillas, ein mexikanisches, dünnes Fladenbrot aus Mais oder Weizen. Beim Tex-Mex oder in der typischen mexikanischen Küche bestehen Burritos aus viel Fleisch, Bohnen, Käse und wenig frischem Gemüse. ­Typisch ist auch, dass in einem Restaurant nicht ausgesucht werden kann, was auf den Burrito soll. Im „­Sixteen ­Bites" ist das ganz anders. Wie man sich seinen Burrito belegen lässt, ist hier Geschmackssache. Mit verschiedenen Zutaten – vom Lemon Chicken, Pulled Pork oder Shredded Beef, über Reis und Gemüse bis hin zu den Saucen – stellen ­Vince und ­Markus für jeden Kunden einen individuellen Burrito zusammen. Und der ist mächtig!

Sixteen Bites verspricht mindestens 16 Bisse, um einen Burrito aufzuessen. Wir hatten das Gefühl, dass es deutlich mehr sind. Der Geschmack ist phänomenal und die Qualität von Fleisch, Gemüse und Saucen ist hervorragend. Wer sich bei mexikanischem Essen an dem überbordenden Aroma des Korianders stört, wird hier angenehm überrascht. Der verwendete frische Koriander ist für viele nicht nur besser verträglich, er drängt sich auch nicht so in den Vordergrund und lässt den anderen frischen Zutaten noch genügend Platz, ihr Aroma zu entfalten. Und die Korianderhasser? Die lassen ihn einfach weg.

Frisches Gemüse, zartes Fleisch, köstliche Guacamole

Neben Burritos bietet das „Sixteen Bites" auch Tacos, Nachos, Quesadilla, Salate und die nicht nur bei Geschäftsleuten beliebte Burrito Bowl an. Diese Variante des Burrito wird ohne Tortilla auf einem tiefen Teller serviert und mit Messer und Gabel gegessen. Eine weitere Besonderheit des „Sixteen Bites" ist das Fleisch. Findet man in Burritos normalerweise hauptsächlich Hackfleisch, überraschen Vince und Markus mit Fleisch, welches so zart ist, dass es beinahe auf der Zunge zergeht.

"Wir legen viel Wert auf hochwertige Zutaten. Unser Lemon Chicken wird in einer Zitronenmarinade über Nacht eingelegt und dann mehrmals täglich frisch gegrillt. Das Shredded Beef bekommt sein rauchiges Aroma von Chipotle Chilis. Hierfür benutzen wir Rinderbrust, die bei niedriger Temperatur sechs Stunden geschmort wird", erklärt Markus.

Andere hausgemachte Spezialitäten sind die überaus köstliche Guacamole, die ihresgleichen sucht, Iced Tea und frische Zitronenlimonade. Sie wird am Abend zuvor aus Zitronen und Zitronenschalen gekocht, um am nächsten Tag den Gaumen der Kunden zu kitzeln. Für nur 50 Cent mehr können Schüler und Studenten die beiden Durstlöscher in eine Flatrate verwandeln und so oft nachschenken, wie sie möchten.

Das „Sixteen Bites", direkt am S-Bahnhof Zehlendorf, ist kein cooler Hipster-Laden, wie ähnliche Lokalitäten etwa in Prenzlauer Berg. In dem puristisch und dennoch gemütlich eingerichteten Laden trifft man vom Teen bis zum Se­nior jeden, der eine Schwäche für gute, schnelle und „etwas andere" Speisen hat. Ein Konzept, das nicht nur Zehlendorf bereichert, sondern auch die Kleinmachnower, Teltower und Stahnsdorfer begeistert.

Ein kleinen Ausblick auf den Genuss gibt es auf der Sixteen Bites Facebook-Seite.

Adresse: Sixteen Bites, Teltower Damm 33, 14169 Berlin

Text: pst / Fotos: Copyright 2016 Kate Seabrook