„Made in Brandenburg“ wird immer beliebter

Äpfel aus Werder, statt aus Italien. Speiseöle von kleinen Mühlen, statt von großen Konzernen – regional ist angesagt. Nicht nur Brandenburger haben Lebensmittel, die in ihrer Heimat produziert werden, in den letzten Jahren zu schätzen gelernt. Kurze Transportwege sorgen für mehr Frische, eine bessere Ökobilanz für ein reineres Gewissen, die Natur nicht unnötig zu belasten. Viele der märkischen Lebensmittelproduzenten haben den Trend erkannt und sind in Sachen Direktvermarktung sehr engagiert. "Made in Brandenburg" findet man immer häufiger auf Wochenmärkten, in Supermärkten und Feinkostgeschäften auch außerhalb Brandenburgs.

 

„Natürlich ist Regionalität mehr als ein Etikett und auch mehr als Heimatverbundenheit. Regionalität steht für Verlässlichkeit und Transparenz, für Top-Qualität und Frische sowie für die Liebe zum Detail und die Bereitschaft, neue Trends aufzuspüren“, betonte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber anlässlich einer Pressefahrt zu Unternehmen der Ernährungsbranche in Brandenburg.

 

Erfolgsmodell für Produzenten und Handel

Mit rund 3.500 Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Landwirtschaft, der Ernährungswirtschaft und Getränkeindustrie, Logistik und Handel – zählt das Cluster Ernährungswirtschaft zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen Brandenburgs. Rund 58.000 Frauen und Männer verdienen im Ernährungssektor ihre Brötchen. Seit 1990 hat das Land die Ernährungswirtschaft mit rund 563 Millionen Euro gefördert. Damit sind Investitionen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro angeschoben worden. Im Ergebnis entstanden rund 10.000 neue Arbeits- und 700 neue Ausbildungsplätze in Brandenburg. „Das Cluster verzeichnet einen jährlichen Umsatz von neun Milliarden Euro. Damit entfällt jeder zehnte Euro, der in Brandenburg erwirtschaftet wird, auf die Ernährungswirtschaft, einschließlich der Bereiche Logistik und Handel“, erläutert Gerber.

Regional und saisonal wird immer wichtiger

In Brandenburger Supermärkten dürfen regionale Produkte nicht fehlen. Auch der Berliner Markt fragt Produkte aus Brandenburg nach. Wirtschaftsminister Albrecht Gerber weiß auch, warum das Interesse an regionalen und saisonalen Produkten wächst: „Das Bewusstsein fürs Essen nimmt zu. Viele Menschen wollen heutzutage wissen, was genau auf ihrem Teller liegt und woher ihre Wurst oder ihr Käse kommen. "Regional" ist angesagt – und das ist auch gut so. Denn wer regionale Produkte konsumiert, unterstützt einerseits heimische Arbeitsplätze und hilft andererseits viel Kohlendioxid zu vermeiden, weil nur kurze Transportwege anfallen.“

Text: PM/pst – Foto: pixabay