Wurzeln geschlagen

Mit dem Thema Ankommen und Bleiben beschäftigt sich die Ausstellung "Wurzeln", die ab 09. September in der Karl-Marx-Straße 117 in Kleinmachnow zu sehen ist. Für die Ausstellung haben die Mitglieder der Museumsinitiative in den vergangenen Monaten interessante Geschichten gesammelt, die den Besuchern nun präsentiert werden. „Es wird informativ, vielfältig und überraschend“, verspricht Kuratorin Alexis Hyman Wolff. Eröffnet wird die Ausstellung um 15:00 Uhr. Danach ist sie noch bis zum 01. Oktober zu sehen.

Auf dem Weg zu einem Museum

Seit 2015 unterstützt die Gemeinde einen Prozess, bei dem die Kleinmachnower selbst ihr zukünftiges Museum erarbeiten und gestalten. Hyman Wolff arbeitet zum zweiten Mal im Auftrag der Gemeinde und in Zusammenarbeit mit der Museumsinitiative Kleinmachnow, dem Heimatverein Kleinmachnow und weiteren Interessierten an einem Projekt.

Wurzeln in der ganzen Welt

Für die Ausstellung Wurzeln und das spätere Museum wurde eine Sammlung aus der Bevölkerung erstellt, die folgenden Fragen auf den Grund geht: Wann, warum, wie und von woher sind die Kleinmachnower in den Ort gekommen und was verbindet sie damit? Offiziell startete das Wurzel-Projekt im Rahmen der 5. Langen Nacht der Kultur im Juni. Auf einer Weltkarte wurden mit Pinnnadeln die Orte markiert, aus denen die Kleinmachnower kommen, und später durch Fäden mit einem Mittelpunkt im Ort verbunden (siehe Foto). Das Ergebnis waren viele bunte Fäden zwischen Kleinmachnow und Orten in Deutschland und in der ganzen Welt. Diese Vielfalt ist nur ein Grund, warum man sich in Kleinmachnow kein festes Heimatmuseum mit Dauerausstellung wie in der Nachbarkommune Teltow vorstellen kann.

Geschichten aus Kleinmachnow

Die Mitglieder der Museumsinitiative und ihre Helfer haben in den letzten Monaten Gegenstände, Fotos, Geschichten und Meinungen von allen Kleinmachnowern zusammengetragen, Videos mit Zeitzeugen gedreht. Eine Erzieherin arbeitete mit Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche zusammen. Neben der Gemeinde sind die Natura-Buchhandlung, die Gärtnerei Schöwel und das Protolab Unterstützer des Projekts.

Neuer Verein, neue Webseite

Überzeugen können Interessierte sich am 09. September um 15:00 Uhr bei der Eröffnung der Ausstellung im Sommerfeld-Haus in der Karl-Marx-Straße 117. Vier Wochenenden lang ist die Ausstellung zu sehen. Am 10. September ist das Holzhaus aus den 30er-Jahren zudem auch zum Tag des offenen Denkmals zugänglich. Voraussichtlich am 27. September treffen sich die Mitglieder der Museumsinitiative, um die Vereinsgründung vorzubereiten. Außerdem hat die Museumsinitiative ab sofort eine eigene Webseite.

 

Text: neb; Foto: Stadt-Blatt-Verlag