Schüler des Weinberg-Gymnasiums pflegen Garten der Alten Schule

Die Stiftung „Kirche und Kultur in Kleinmachnow“ hat einen Schatz – und ein Problem: Die „Alte Schule“ am Zehlendorfer Damm 212 besteht nicht nur aus einem historisch interessanten Gebäude, sondern dahinter liegt auch ein riesiges, wunderschönes Grundstück – und das zu pflegen, ist eine wahre Herkulesaufgabe. Für die Aktiven der Stiftung viel zu viel Arbeit, trotz häufiger Gemeinschaftseinsätze. So kam die Idee von Lehrerinnen und Eltern des Weinberg-Gymnasiums, am Ende des Schuljahres einen Tag nicht mit Unterricht sondern mit einem Arbeitseinsatz für einen guten Zweck zu gestalten, genau zum richtigen Zeitpunkt.

„Dein Tag für Afrika“ ist eine bundesweite Kampagne für Schülerinnen und Schüler jeden Alters und aller Schulformen, organisiert seit 2003 vom gemeinnützigen Verein „Aktion Tagwerk“. An einem Tag im Schuljahr geht man anstatt zur Schule zum Arbeiten und spendet den Lohn für Bildungsprojekte in sieben afrikanischen Ländern. So setzen sich die Kinder und Jugendlichen in Deutschland aktiv für Gleichaltrige in Afrika ein, damit sie dort ihre Fähigkeiten entwickeln und zugunsten ihres eigenen Heimatlandes einsetzen können.

Der Klasse 6/1 (und zwei Schülerinnen aus der 9/2) des Weinberg-Gymnasiums gefiel diese Idee so gut, dass sie am Schuljahrsende einen Arbeitseinsatz im Garten der „Alten Schule“ durchführten – und wie man sah, machte es den SchülerInnen richtig Spaß. Lennart Vosseler (12) war ganz begeistert: „Wir haben heute so viel geschafft: Beete umgegraben, Unkraut beseitigt, Ziegelsteine gestapelt, eine neue Feuerstelle angelegt und vieles mehr. Ab jetzt werde ich auch mehr zuhause im Garten machen.“

Seine Mutter, die beim Aktionstag ebenfalls sehr aktiv mithalf, wird das sicher gern gehört haben. Auch die Klassenleiterin Frau Rücker und Frau Neidel vom Stiftungsvorstand waren sehr erfreut über den fleißigen Arbeitseinsatz der Jugendlichen, für die an diesem Tag nicht gute Noten, sondern ein erfolgreiches Gemeinschaftserlebnis und „handfeste“ Ergebnisse zählten. Und der Eifer wurde auch belohnt: Robert Volz (12) fand beim Umgraben in einer dunklen Ecke des Gartens einen „mysteriösen“ Gegenstand, den er ganz stolz präsentierte.

Als Gratifikation für die eifrigen HobbygärtnerInnen gab es Brezeln, Kuchen und Eis – sowie natürlich den Lohn von 420 Euro für 4 Stunden Arbeit, der als Spende an die Kampagne „Ein Tag für Afrika“ ging. Aber es soll vielleicht nicht nur bei diesem gelungenen Subbotnik bleiben: Dieser herrliche Garten könnte auch in Zukunft von einer Biologie-Arbeitsgemeinschaft der Schule gepflegt werden, sozusagen als „adoptierter Schulgarten“. So hätte nicht nur die Kirchengemeinde sondern auch die Schulgemeinschaft einen Nutzen, zumal das Grundstück so nahe am Schulgebäude liegt und auch ideal für Feste und Veranstaltungen geeignet ist. Dieser „Tag für Afrika“ könnte also durchaus ein nachhaltig nützlicher „Tag für Kleinmachnow“ gewesen sein.

Text: KP/Foto: MK/KP
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