Naturerleben für Nachtschwärmer – Brandenburgs Ranger wandeln zur 10. Langen Naturwacht-Nacht auf dunklen Pfaden

Wer sich nachts auf die dunklen Pfade von Brandenburgs Großschutzgebieten begibt, wird Überraschendes entdecken. Davon können sich die Teilnehmer der 10. Langen Naturwacht-Nacht am 17. und 18. August selbst überzeugen.

Die Ranger der Naturwacht geleiten ihre Gäste auf insgesamt 13 Touren sicher durch dunkle Wälder, einen gespenstischen Schlosspark, ins mystische Moor bis hinauf zu den Sternen. Anker Handwerklich Begabte starten beim beschaulichen Grillabend im Naturpark Dahme-Heideseen mit dem Zimmern von Sommerquartieren für Fledermäuse.

Mit Anbruch der Dämmerung können die geschickten Jäger dann bei ihrem spektakulären Beutefang beobachtet werden. Die pfeilschnellen Säuger sind auch Schwerpunkt der Führungen in den Naturparken Barnim, Westhavelland, Märkische Schweiz, Nuthe-Nieplitz und im Biosphärenreservat Spreewald.

Mit Hilfe der kundigen Ranger kommen Teilnehmer der Langen Naturwacht-Nacht den tollkühnen Blindfliegern ausnahmsweise einmal ganz nah, auch akustisch. Mitunter geht es zudem recht farbenfroh zu im Grau der Finsternis, wenn sich sonst unbemerkte Nachtschwärmer der scheinbar unwiderstehlichen Anziehungskraft der Lichtfalle ergeben. Auch in der Stadt erwacht die Natur zu regem Treiben, wenn allerorts die Lichter in den Fenstern erlöschen.

Wer sich der Exkursion in Lenzen an der Elbe anschließt, trifft auf Nachtfalter unter Laternen, allerlei Amphibien am Weiher und Fledermäuse am Flutgraben. Auch die Schleiereule verlässt mit Einbruch der Dunkelheit ihr Kirchturmquartier und gleitet lautlos hinaus auf ihren nächtlichen Beutezug. Wer sowohl an Natur, als auch an Kunst interessiert ist, kann im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land die „blaue Stunde“ mittels Pinsel auf die Leinwand bringen. Sie ist die besondere Färbung des Himmels während der Dämmerung, vor Einbruch der Dunkelheit.

Wer sich für Geschichte interessiert, kann auf der mystischen Floßfahrt ins Moor im Naturpark Uckermärkische Seen bestaunen, was der Moorbohrer über das 7.000-jährige Bestehen des Feuchtbiotops verrät. Es empfiehlt sich vor Antritt dieser magischen Nachtreisen witterungsgerechte Kleidung, festes Schuhwerk, Taschenlampe und Mückenmittel einzupacken.

Alle Informationen zur Anmeldung und den Touren finden Sie unter https://www.naturschutzfonds.de/natur-erleben/naturwacht-nacht/.

Alle Touren: https://www.naturschutzfonds.de/natur-erleben/naturwacht-nacht/

 

Über die Naturwacht Brandenburg

Die Ranger der Naturwacht Brandenburg arbeiten seit 27 Jahren in 15 Großschutzgebieten erfolgreich als Mittler zwischen Mensch und Natur. Auf rund 9.000 Quadratkilometern – einem Drittel der Landesfläche – erfassen sie Daten zu Tier- und Pflanzenbeständen, Grundwasserspiegeln sowie zur Qualität von Gewässern. Zudem setzen sie zahlreiche Naturschutzmaßnahmen um und kontrollieren deren Erfolg. Die aktuell 92 Ranger in Brandenburg sind wichtige Ansprechpartner für Anwohner und Touristen in den Nationalen Naturlandschaften – einem Nationalpark, drei Biosphärenreservaten und elf Naturparken (Stützpunktkarte). Sie begleiten jährlich rund 10.000 Gäste auf mehr als 550 geführten Touren.

Im Rahmen ihrer Arbeit mit Kinder- und Jugendgruppen, den Junior Rangern, weckt die Naturwacht Interesse für Natur- und Umweltschutz bei der jungen Generation. Auch am Ganztagsschulangebot des Landes beteiligen sie sich. Mehr als 270 Freiwillige unterstützen Brandenburgs Ranger bei ihren Aufgaben. Seit 1997 arbeitet die Naturwacht unter dem Dach der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg.

 

Text: Naturwacht Brandenburg/ Foto: Buchenwald Grumsin TMB-FotoarchivJürgen Rocholl
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