Mo und die Arier – Buchverlosung

Mo Asumang ist von Beruf Journalistin, Buchautorin, Regisseurin und Moderatorin. Ihr Vater stammt aus dem westafrikanischen Ghana, ihre Mutter ist Deutsche. Mo Asumang studierte Visuelle Kommunikation und Klassischen Gesang. Im Jahre 1996 wurde sie einem großen TV-Publikum bekannt als Moderatorin von „Liebe Sünde.“

Dem Thema Rassismus widmet sie sich seit über 15 Jahren. Auslöser war eine Naziband. Diese hatte einen Song komponiert, in dem es wörtlich heißt: „Die Kugel ist für Dich, Mo Asumang.“ Die Moderatorin fand einen Briefumschlag in ihrem Briefkasten vor, der eine Kugel enthielt. Der Wortschöpfer der Todesdrohung an Mo Asumang musste sich vor Gericht verantworten. Seine Strafe belief sich auf wenige Monate Haft. Natürlich wurde diese zur Bewährung ausgesprochen. Die Bedrohte geht ihren eigenen Weg, um gegen Rassismus anzugehen. Sie sucht die Rassisten auf und spricht mit ihnen! Zwei Dokumentarfilme sind bereits von ihr produziert worden.

Im Jahr 2007 „Roots Germania“ und 2014 „Die Arier.“ Beide Werke wurden für den Grimme-Preis nominiert. Warum geht sie hinaus und spricht mit den Leuten, die ihr aus rassistischen Gründen nach dem Leben trachten? Mo Asumang erklärt dazu: „Der Kreislauf der Gewalt kann unterbrochen werden. Nicht sie müssen wir versuchen zu ändern, sondern wir sollten vor allem auf uns achten. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, nicht gegen etwas zu kämpfen, sondern seine ganze Kraft dafür zu verwenden, die eigene Menschlichkeit zu erhalten, mit all seiner Wärme man selbst zu bleiben, egal, vor wem man steht.“

Warum halten sich einige Menschen als etwas besseres, als Herrenrasse oder Arier? Mo Asumang geht auch in ihrem im März 2016 im Frankfurter S. Fischer-Verlag erschienenen Buch „Mo und die Arier“ dieser Frag nach. Sie hat auch Arier besucht. Im Iran. Nur waren diese Arier, eine Volksgruppe, darüber entsetzt, wie weiße Rassisten das Wort Arier missbrauchen. Im Dorf Abiyaneh erfuhr die Schriftstellerin von wirklichen Ariern, wer Arier ist und warum. Die Autorin besuchte reche Demos in Deutschland, fuhr sogar zu Ku – Klux – Klan – Oberen in die USA. Erstaunlicherweise waren einige der Herrenmenschen sogar bereit, mit ihr zu reden. Andere wiederum drehten ihr den Rücken zu. Kam bei einer rechten Demo wirklich einmal ein Neonazi auf den Gedanken, mit Mo Asumang ins Gespräch zu kommen, zischten ihn die Kameraden an! „Es herrscht Redeverbot.“ Es gehört natürlich eine ganze Menge Mut dazu, an einer rechten Demo am Berliner Alexanderplatz teilzunehmen. Die ghanaisch-deutsche Regisseurin und Buchautorin inmitten von Männern in Bomberjacken, Springerstiefeln und blonden Frauen, den Ehefrauen und Freundinnen der Kameraden. Besucht hat sie auch braune Staranwälte aus der rechten Szene und braune Esoteriker. Die Anhänger der nordischen  Götterrasse wiederum hoffen auf eine neue Erleuchtung ihrer germanischen Götter. Bei dem ein oder andern Gesprächspartner hat Mo Asumang wohl gedacht, der braucht keinen Unterricht in Demokratie. Der muss nicht vom Verfassungsschutz beobachtet werden, sondern von einem Nervenarzt! Suchen Neonazis einen Partner fürs Leben, hilft die Neonazi – Dating – Plattform.  Mo Asumang blickte mit viel Sorgfalt und großem Mut hinter die braunen Kulissen. Darüber verfasste sie das  beeindruckende 271- Seiten- Werk „Mo und die Arier.“ Der Frankfurter S. Fischer- Verlag hat dem Stadt-Blatt Verlag freundlicherweise drei Bücher zukommen lassen. Diese verlosen wir gerne. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, sende bitte eine Email an gewinnspiel@stadtblatt-online.de

Mo Asumang:

Mo und die Arier

S. Fischer-Verlag, Frankfurt am Main

ISBN 978-3-596-03443-7  

14,99 Euro im deutschen Buchhandel

 

Text/Foto: VTN