Heimatverein Kleinmachnow: Favorit für Museum gefunden?

Ein „lebendiges Haus der Geschichte“ soll entstehen, wünscht sich der Heimatverein Kleinmachnow. Schon seit seiner Gründung im Jahr 1993 tragen die engagierten Kleinmachnower dazu bei, dass die reichhaltige Geschichte und die kulturellen Besonderheiten des Künstlerortes bekannter werden.

Die Geschichte Kleinmachnows soll nun ein Zuhause finden – doch wo dies sein wird, ist weiterhin unklar. Zwei mögliche Adressen wurden bisher genannt und sorgfältig geprüft. Nun hat der Heimatverein seinen Favoriten für ein künftiges Museum genannt.

Was braucht ein Museum?

Die Räumlichkeiten, in die später ein Museum einziehen können soll, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Zunächst braucht man natürlich ausreichend Platz für Ausstellung und Lagerflächen. Auch den Platz, den die Besucher benötigen, müsse man einrechnen. Es müsste außerdem genug Raum für Vortragsabende und Versammlungen geben. Technische Umbauten, um moderne Medien nutzen zu können, müssten technisch machbar sein – hier dürfe auch der Denkmalschutz nicht im Wege stehen. Ein wichtiger Punkt wäre zudem die Barrierefreiheit.

Sommerfeldhaus entspricht nicht den Vorgaben

Das ehemalige Sommerfeld-Verkaufsbüro in der Karl-Marx-Strasse entspräche laut dem Verein kaum den Anforderungen – allein der strenge Denkmalschutz mache dem Vorhaben einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Zwar konnte im August und September die Ausstellung unter dem Motto „Wurzeln“ unter der Leitung von Alexis Hyman-Wolff in diesem Hause stattfinden, doch durch die unterschiedlichen Herangehensweisen und Ziele der Museumsinitiative Kleinmachnow und dem Heimatverein war der Weg zu einer einheitlichen Lösung für ein Museum ein steiniger.

Der Jägerstieg 2 hingegen erfülle all die gewünschten Faktoren, um ein Museum für Jung und Alt zu errichten, ist der Verein überzeugt. Das Haus wird zwar derzeit noch von der Auferstehungsgemeinde als Gemeindehaus genutzt, diese will aber schon im kommenden Frühjahr an den Zehlendorfer Damm umziehen.

Foto: Teltower Stadt-Blatt Verlag