Dixieland Jazz Band – 100 Jahre Schallplatte

Vor 100 Jahren wurde die erste Jazz-Schallplatte von der Original Dixieland Jazz Band aufgenommen. Kleinmachnow feiert das am 18. März um 19:30 Uhr mit der Veranstaltung „100 Years Original Dixieland Jazz Band – 100 Years of Recorded Jazz“ im Bürgersaal im Rathaus.

Der renommierte deutsche Klarinettist und Saxofonist Engelbert Wrobel führt darum 2017 zwei Tourneen mit der „Créme de la Créme“ der internationalen Hot Jazz- und Swingszene durch. Das „International Hot Jazz Quartet“ gehört zu den renommiertesten Ensembles für traditionellen Jazz der 1920er – 1950er Jahre. Dabei serviert die Band diese Art der Musik in zeitgemäßer Form, die auch der jüngeren Generation von Jazzliebhabern Appetit auf mehr macht.

Die Karten kosten im Vorverkauf 16 Euro und an der Abendkasse 18 Euro und sind Online und im Rathaus zu haben und können unter der Rufnummer 033203 – 877 1305 (AB) oder per Mail unter Kultur@kleinmachnow.de reserviert werden.

Die Band setzt sich aus folgenden Musikern zusammen:


Duke Heitger (USA), Trompete, stammt aus einer Musikerfamilie und war schon als Junge vom Sound und Groove der Schelllackplatten seines Vaters fasziniert. Er hat die verschiedenen Trompetenstile von Louis Armstrong bis Ruby Braff zu seiner eigenen Sprache entwickelt und ist weltweit einer der bedeutendsten und gefragtesten Hotjazz- und Swingtrompeter. Sein Sound ist warm und voll, und er spielt – wie kaum ein anderer – die ganze Bandbreite seines Instrumentes aus. Auch im Bereich Popmusik hatte er schon einen sehr beachtlichen Erfolg als Trompeter auf der CD „Hot“ der Band Squirrel Nut, die über 1 Million Mal verkauft wurde und eine Platin-CD einbrachte.

Engelbert Wrobel (D), Klarinette/Saxofon, sorgte schon in Kindertagen mit seinem Talent als Klarinettist für Aufsehen, bevor er sich für den traditionellen Jazz zu interessieren begann. Sein vollendetes Klarinettenspiel verbindet höchste musikalische Ansprüche mit bekennender Lebensfreude zu einer unvergleichlichen Bühnenpräsenz. „Lassen Sie sich nicht durch den Namen täuschen. Engelbert Wrobel ist ein deutscher Holzbläser, der einen Sturm entfachen kann.“ (The American Rag).

Paolo Alderighi (I), Piano, wird vom bekannten amerikanische Jazzrezensent und Blogger Michael Steinman wie folgt beschrieben:“ Obwohl einige Paolo als „Jazzpianist“, oder „tollen jungen Musiker“, oder „überdurchschnittlich begabten Improvisateur“ bezeichnen, so ist seine wahre Bezeichnung einfacher und tiefer. Paolo ist Könner und Künstler, der Schönheit kreiert. Die Musik wie er sie sich vorstellt, erzeugt Entzücken, ist voller Überraschungen und leuchtet hell.“

Bernard Flegar, Schlagzeug, zählt zu den vielversprechendsten Jazzmusikern und gefragtesten Schlagzeugern seiner Generation. Der in Ulm beheimatete Drummer gibt den Stücken das passende swingende Gerüst und sprengt in den Soli alle Fesseln. Auftritte führten ihn in alle Welt, u.a. auch in die Wiege des Jazz nach New Orleans. Er konzertierte unter anderem mit bekannten Musikern des Jazz wie Ken Peplowski, Allan Vaché und Chris Barber.

Die Gäste:
Dan Barrett (USA), Posaune, hat mit seinem eleganten Spiel die romantische Swingposaune von Lawrence Brown bis Jack Teagarden in die Zukunft gerettet. Geschmackssicher und mit der großen Fantasie einer modernen Auffassung hat er den vokal orientierten Stil weiterentwickelt; mit seinem expressiven, warmen Sound setzt Dan Barrett heute weltweit Maßstäbe im klassischen Jazz und Mainstream. Er spielte in Benny Goodman’s letzter Big Band Lead- und Soloposaune.

Nicki Parrott (AUS), Kontrabass, Gesang, spielt einen gnadenlos zupackenden Bass und hat durch ihre gefühlvolle Art zu singen die Gabe, ihren Songs Leben einzuhauchen und ihr Publikum zu berühren. Zwei ihrer unzähligen Alben wurden in Japan, wo sie ein Superstar ist, zum „Best Vocal Jazz Album Of The Year“ gekürt. „Nicki Parrott könnte jeden dazu bringen, Jazz zu lieben“ (Cabaret Szene 2013). „Sie hat diese spezielle Gabe, die man nicht in einem Musikladen kaufen kann.“ (LesPaul).

 

Foto: Label der britischen Marke "His Master's Voice", zeitgenössische Lizenzpressung einer amerikanischen Originalaufnahme aus den frühen 1920er Jahren der "Original Dixieland Jazz Band"

 

Text: PM, neb; Foto: Remirus/ Wikipedia CC-BY-SA 4.0