Zielen, um Tore zu schießen, nicht um zu töten - Anti-Rassismus-Projekte an der Mühlendorf-Oberschule
„Rechtsextreme, Rassisten und verfassungsfeindliche Parteien haben in unserem demokratischen Deutschland keinen Platz“, heißt es in einer fraktionsübergreifenden Erklärung des Bundestages vom 22. November. Nach dem Aufdecken der Neonazi-Mordserie, deren Spuren auch bis Potsdam-Mittelmark reichen, ist die Diskussion um ein mögliches NPD-Verbot wieder im Gange. Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer – doch kommt diese Einsicht für die Opfer zu spät.
Schon seit Jahren engagiert sich Christof Kürschner für Toleranz, Teamgeist und Fairness und gegen Fremdenfeindlichkeit. Er ist Lehrer für Mathe und Physik und seit Anfang 2011 Rektor der Teltower Mühlendorf-Oberschule. Bereits an seiner alten Schule in Brieselang, der Hans-Klakow-Oberschule, hat er ein Schüler-Projekt etabliert, das sich der Vermittlung demokratischer Werte annimmt: Straßenfußball. Damals wie heute heißt der Kooperationspartner „KICKFAIR“. Das Konzept dahinter ist ganz einfach: Fußball fasziniert, begeistert und verbindet Menschen auf der ganzen Welt – unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialem Hintergrund oder kultureller Zugehörigkeit. Dabei berät und begleitet der gemeinnützige Verein „KICKFAIR“ die Jugendlichen.
„Man kommt beim Straßenfußball ungezwungen zusammen – egal, ob Mädchen oder Jungs“, erzählt Christof Kürschner am Nachmittag des 22. November im Ernst-von-Stubenrauch-Saal in Teltow. Unter dem Motto „Street Football wins Racism“ berichteten seine Schüler aus den Klassenstufen 8 und 9 über ihre Begegnung mit chilenischen Schülern. Im vergangenen Sommer waren diese für zwei Wochen in Brieselang und Teltow zu Gast. Gemeinsam wurde gekickt und gequatscht. Man entdeckte jede Menge Gemeinsamkeiten. In Seminaren, darunter auch eines in Stuttgart, dort nahmen die Mädchen und Jungen auch an einem Straßenfußballturnier teil, wurden Biografien von Frauen erforscht, die in ihrem Heimatland für die Akzeptanz von Frauenfußball kämpfen. Einer dieser Lebensläufe ist der von Fatuma Abdulkadir Adan aus Kenia. Angelina, Laura und Paul (u.a.) berichteten aus Fatumas Leben. Sie selbst saß in der ersten Reihe.
Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des lokal.reports oder hier online.

