| Bei Anruf Kuchen |
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| Freitag, 19. März 2010 um 08:35 | |||
Käsekuchenwettbewerb mit Bäckermeister NeuendorffAls Frau Neuendorf im März den Telefonhörer abnahm, staunte sie nicht schlecht. Die Stimme kannte sie zwar, aber das letzte Mal vor 40 Jahren gehört. Eine ehemalige Kollegin meldete sich plötzlich. Und die Anruferin hatte einen guten Grund: Sie hatte Bäckermeister Neuendorff im Fernsehen gesehen, als er am 4. Käsekuchenwettbewerb der Region Berlin-Brandenburg Ende Februar in Spandau teilgenommen hatte und wollte wieder Kontakt mit der Familie aufnehmen. Der Medienrummel um die Veranstaltung war enorm. „Der rbb war da", freut sich Gerhard Neuendorff. „Viele Zeitungen haben darüber berichtet." Dass unser Bäckermeister Neuendorff so im Mittelpunkt des Interesses stand, mag wohl daran liegen, dass er der Titelverteidiger des süßen Wettbewerbs war. Doch in diesem Jahr war die Konkurrenz extrem stark. „Ich war nicht felsenfest davon überzeugt, dass ich gewinnen werde", erzählt Neuendorff von der Veranstaltung am 27. Februar. „Als ich die Torte von einem meiner Gegner gesehen habe, dachte ich, das ist eine klassische Käsetorte, oh, die sieht sehr gut aus." 51 Käsekuchen wurden insgesamt von den Juroren geprüft, sowohl ihr Aussehen als auch ihre inneren Werte. Erfahrene Fach-Juroren nahmen Form, Aussehen, Oberfläche, Krumenbild, Struktur und Geschmack genau unter die Lupe. Allerdings wurden bei den Profis wie Bäckermeister Neuendorff andere Maßstäbe angesetzt als bei den Hobbybäckern. Die Profis traten in den Kategorien „Käsekuchen mit Obst", „Käsekuchen ohne Obst", „Eierschecke" und der Königsdisziplin „Hohe Gebackene Käsetorte" an. Die Prüfer waren Fachleute, Ernährungsspezialisten, Konditormeister und der Hausfrauenverband. „Am Ende gab es drei Teilnehmer mit jeweils der vollen Punktzahl!", berichtet Neuendorff. „Es musste also ein Stechen geben." Die Bäckerei Neuendorff, Bäckerei Frank Plötner Berlin-Friedrichshain und die Bäckerei „K&M -Ihr Privatbäcker" aus Berlin-Köpenick waren die drei Kontrahenten im Kampf um den ersten Platz. Drei Jurygruppen prüften in der Endrunde die Torten. Dann stand das Ergebnis fest: Platz 1 ging mit 4,83 Punkten an die Bäckerei Frank Plötner. Ganz knapp dahinter mit nur 0,03 Punkten Rückstand landete der Teltower Bäckermeister mit seiner Käse-Nougat-Torte. Doch von Trauer über den verpassten Sieg war bei Bäckermeister Neuendorff keine Spur. „Ich freue mich über den zweiten Platz", strahlt er. „Jeder Olympionike freut sich doch über Silber!" So knapp sei die Entscheidung noch nie ausgefallen, meinte Organisatorin Karin Raschinsky von der Spezialitätenagentur PR:Teime. Vor fünf Jahren hatte Neuendorff das Rezept für seine Käsetorte zusammen mit seinem Sohn Thomas entwickelt, danach wurde es noch etwas verfeinert, bis es in die Produktion ging. Jetzt arbeiten beide bereits am nächsten Hit. Noch wird nichts verraten, aber der nächste Käsekuchen für den 5. Käsekuchenwettbewerb wird auf jeden Fall wieder eine Weltneuheit und bestimmt extrem lecker. Und mal sehen, wer sich dann nach 40 Jahren plötzlich wieder bei ihm und seiner Familie meldet. Ihren Kommentar hinzufügen
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