Donnerstag, 09. Februar 2012

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Mit knapper Mehrheit gewählt

Der neue stellvertretende Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf heißt Michael Karnetzki

Michael Karnetzki (SPD) ist der neue stellvertretende Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf und Bezirksstadtrat für Immobilien und Verkehr. In der letzten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 18. Januar ist er mit einer knappen Mehrheit gewählt worden. 28 Bezirksverordnete sprachen sich für ihn aus, zwölf dagegen und 14 enthielten sich. Damit tritt Karnetzki die Nachfolge von Barbara Loth an, die als Staatssekretärin in die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen gewechselt ist.
„Ich werde mich vor allem dafür einsetzen, dass die vielen Bauvorhaben in den Schulen des Bezirkes zügig vorankommen“, sagt der frisch gewählte Bezirksstadtrat. Denn es gebe immer noch zu viele Bauverzögerungen. Eine gute Bildung sei auch an das Bereitstellen der dafür erforderlichen Räume gebunden. In diesem Punkt liege die Zuständigkeit bei dem Bezirk.

Michael Karnetzki war bislang vor allem in der Jugend- und Haushaltspolitik tätig, unter anderem als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. Er wurde 1963 in Zehlendorf geboren, ist ursprünglich Historiker und arbeitete lange Zeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wahlkreisbüro der SPD-Bundestagsabgeordneten Renate Rennebach und Klaus Uwe Benneter. Seit 1999 ist der 49-Jährige Mitglied der BVV und seit 2006 der SPD-Fraktionsvorsitzende. Seine Nachfolge als Fraktionsvorsitzender übernimmt jetzt sein ehemaliger Stellvertreter, Norbert Buchta.

„In der Kommunalpolitik geht es mir vor allem darum, dass sich die Menschen in ihrem Kiez wohl fühlen und sich in die Entscheidungen für das Gemeinwesen einbringen“, schildert er. Auch in einem gutbürgerlichen Bezirk wie Steglitz-Zehlendorf gebe es Kieze mit sozialen Problemen. Deshalb wolle er sich besonders für die Menschen einsetzen, die nicht zu den sozial Bevorteilten gehörten.

Zu seinem Ressort als Bezirksstadtrat gehört künftig auch das Ordnungsamt.  „Hier geht es darum, den öffentlichen Raum für die Allgemeinheit zu erhalten und Rücksichtslosigkeit von Einzelnen zu bekämpfen“, erklärt er. Dabei seien Sicherheit, Sauberkeit und gegenseitige Rücksicht wichtig. Das Ordnungsamt werde mit seinen begrenzten personellen Ressourcen jedoch nicht immer überall sein können. „Deshalb müssen alle mithelfen“, gibt der neue Bezirksstadtrat zu Verstehen.

Und auch mit Blick auf die Verkehrspolitik hat Michael Karnetzki bereits konkrete Vorstellungen. „Ich nehme mir in den kommenden Jahren vor, zu überlegen, wie der Park-und-Ride-Verkehr in unserem Grenzbezirk zu Brandenburg besser organisiert werden kann“, beschreibt er. Allerdings sei ihm bewusst, dass es dafür keine einfachen und schnellen Lösungen gebe.

Text: Anett Kirchner/Foto: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

Mit knapper Mehrheit gewählt