Mehr Platz für Kurse: Akademie 2. Lebenshälfte feiert Neueröffnung

Mehr als ein Jahr hat die Suche nach einem neuen Standort gedauert, Anfang August konnte die Akademie „2. Lebenshälfte“ nun die neuen Räume in der Rheinstraße 17 in Teltow beziehen. Zur offiziellen Eröffnung am Dienstag (21. August) um 14:00 Uhr wird es Informations- und Mitmachangebote geben. Außerdem wird Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze für die Ausstattung einen Scheck über 9.035 Euro aus Lottomitteln an den Förderverein übergeben. Die Ehrenamtlichen, die sich zum Beispiel als Wunschoma oder Lernpaten engagieren, sollen ausgezeichnet werden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Nachdem das Hoffbauer-Institut, in dessen Räumen im Schwarzen Weg in Kleinmachnow die Akademie  bisher untergebracht war, Eigenbedarf anmeldete, musste ein neuer Standort gefunden werden. „Wir mussten ganz schwer suchen“, erklärt Ehrenamtsbetreuerin Beate Lisofsky. Denn in der Region sei trotz Unterstützung durch die Kommunen nur schwer etwas Passendes zu finden. So sollten die Räumlichkeiten barrierefrei und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sein und natürlich genügend Platz für die Seminare bieten. Obwohl es sich nicht um einen Wunschumzug handele, sei man zufrieden. Denn in räumlicher Hinsicht habe man sich verbessert, sagt die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Ingrid Witzsche. „Es ist hier ruhiger, heller und geräumiger.“ Drei große Schulungsräume und weitere Räume für die Büros und die Beratung verbessern die Bedingungen zum Lernen und andere Aktivitäten deutlich. Bis zu 40 Teilnehmer lassen sich im größten Schulungsraum unterbringen.

Obwohl es auf dem Gelände selbst nur Parkmöglichkeiten für die Mitarbeiter gibt, müssen Autofahrer nicht weit laufen. Die Akademie kooperiert mit Kaufland gleich gegenüber. Wer mehr als eine Stunde dort auf dem großen Parkplatz parkt, kann das Ticket bei der Akademie entwerten lassen.  Einziger Minuspunkt: Durch die Lage im Gewerbegebiet gäbe es keine Laufkundschaft. „Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand zufällig bei uns vorbeikommt, ist eher gering“, so Witzsche weiter. Gerne hätte man natürlich auch diese Möglichkeit, um neue Interessenten anzulocken. Rund 2000 Teilnahmen bei Kursen und Veranstaltungen der Akademie „2. Lebenshälfte“ hat es insgesamt im vergangenen Jahr gegeben.

Die Akademie 2. Lebenshälfte setzt sich derzeit besonders dafür ein, Älteren den Zugang zu Smartphone oder Laptop zu erleichtern. „Viele Ältere bekommen ja gar nichts mehr mit, weil sich vieles inzwischen online abspielt. Die Angebote sollen ihnen helfen, sich zu überwinden, die neue Technik für sich zu nutzen“, sagt Witzsche. Seit etwa einem Jahr gibt es Kurse, in denen in kleinen Gruppen und mit behutsamer Anleitung die Bedienung der Geräte erlernt werden kann. „Diese Art der Kommunikation hilft den Menschen ja. Sie können ihre Kinder und Enkel begleiten, wenn in der Familiengruppe über Whatsapp Fotos ausgetauscht werden."

Großes Interesse gibt es laut den Mitarbeiterinnen nach wie vor im Bereich Ehrenamt. Im November startet ein neuer Kurs Babysitter 50+, der die Zugangsvoraussetzung für die Arbeit als Wunschoma ist. Beim Ehrenamt will man sich bemühen, weiterhin gute Bedingungen zu bieten. Trotz der rund 20 Mitarbeiter wäre die Arbeit der Akademie ohne jene Menschen kaum zu bewältigen. „Wenn man sich im Alter dafür entscheidet, dann soll es auch Spaß machen und nicht zu einer Belastung werden“, sagt Lisofsky.

Eine neue Herausforderung werde es auch sein, die Angebote für diejenigen, die bereits in Rente sind und der Generation der Babyboomer, die jetzt ins Rentenalter kommen, in Einklang zu bringen. „Wir wollen beiden Gruppen gute Kurse bieten“, Witzsche. Außerdem will man den Altersgruppen weiterhin einen Ort geben, um zusammen zu kommen und neue Leute kennen zu lernen.

 

Foto: Die Ehrenamtskoordinatoren Heidi Seegers (l.) und Beate Lisofsky zeigen, wie viel Platz die neuen Räume bieten, zum Beispiel für die Qi Gong-Kurse.

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