Brandenburgischer Postdoc-Preise 2017: Wissenschaftsministerin Münch zeichnet Forschungsleistungen aus

Wissenschaftsministerin Martina Münch hat heute in Potsdam die diesjährigen Postdoc-Preise verliehen. Bereits zum 11. Mal hat Brandenburg exzellente Forschungsleistungen herausragender wissenschaftlicher Nachwuchskräfte der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen geehrt. Die Politikwissenschaftlerin Dr. Andrea Bahr vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam wird ausgezeichnet. Neben ihr erhält die Umweltwissenschaftlerin und Meeresgeologin Dr. Sze Ling Ho vom Potsdamer Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung die Auszeichnung. Im Rahmen der Festveranstaltung wurden zudem auch die jeweils jahrgangsbesten Absolventinnen und Absolventen der brandenburgischen Hochschulen geehrt.

Ministerin Münch gratuliert den beiden Preisträgern: „Das Auswahlverfahren für die diesjährigen Postdoc-Preisträger hat einmal mehr die enormen Potenziale wissenschaftlicher Nachwuchskräfte in Brandenburg gezeigt. […] Auch die herausragenden Ergebnisse unserer Studierenden sind ein Beleg für die engagierte und erfolgreiche Ausbildungsleistung unserer Hochschulen“, so Münch.

Münch kündigte die Einrichtung einer Landes-Postdoc-Akademie als landesweites Beratungs- und Qualifizierungsnetzwerk an, mit der wissenschaftlicher Nachwuchs gefördert werden soll.

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Thomas Kralinski, betonte: Mit dieser Preisvergabe wollen wir als Land den Stellenwert aller Nachwuchswissenschaftler weiter stärken. Erfolgreiche Wissenschaft braucht immer neue Denkansätze, andere Blickwinkel und frische Ideen. Ohne Nachwuchs mit Perspektive und Sicherheit droht jeder Wissenschaftsstandort zu veröden. Gerade für Brandenburg spielen Forschung und Wissenschaft seit jeher eine wichtige Rolle. Deshalb müssen gute Rahmenbedingungen für wissenschaftlichen Nachwuchs erhalten und ausgebaut werden.“ Kralinski versprach zusätzliche Mittel für die Hochschulen.

Der Postdoc-Preis des Landes Brandenburg wird seit 2007 in den Kategorien Sozial- und Geisteswissenschaften sowie Natur- und Ingenieurwissenschaften für jeweils im Laufe des zurückliegenden Jahres an Wissenschaftseinrichtungen in Brandenburg entstandene hervorragende Forschungsarbeiten von Postdoktoranden ausgeschrieben. Der Preis ist mit jeweils 20.000 Euro dotiert. Die eine Hälfte des Preisgeldes steht den Gewinnern zur freien Verfügung, mit der anderen Hälfte werden wissenschaftliche Projekte der Preisträger gefördert. Die Jury zur Vergabe des Postdoc-Preises des Landes Brandenburg besteht aus zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter dem Vorsitz von Prof. Günter Stock, Vorstandsvorsitzender der Einstein Stiftung Berlin und ehemaliger Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Text by Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur/Foto via Pixabay