Brandenburger AD(H)S Tage in Stahnsdorf

Die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS, ist weltweit eine der häufigsten im Kinder- und Jugendalter auftretenden psychischen Erkrankungen. Die Erkrankung geht mit verminderter Aufmerksamkeit, motorischer Überaktivität und erhöhter Impulsivität einher und beginnt vor dem siebten Lebensjahr. Laut aktuellen Studien sind etwa 2,4 Prozent der Kinder davon betroffen, Jungs etwa viermal so häufig wie Mädchen. In der Regel schwächen sich die Symptome mit zunehmendem Alter ab. Jedoch klagen bis zu zwei Drittel der Erwachsenen, die schon als Kinder betroffen waren, über Einschränkungen im Alltag. In Deutschland sind dies schätzungsweise zwei Millionen Betroffene.

Mit Vorträgen und einem Workshop widmen sich am 4. und 5. November die ersten „Brandenburger AD(H)S Tage“ dieser vielschichtigen Problematik. „Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Eltern betroffener Kinder und an selbst betroffene Erwachsene“, sagt Kerstin Eichelbaum vom Kompetenzkreis ­AD(H)­S. Sie betreut zusammen mit Kollegin Kerstin Gehauf seit über fünf Jahren zwei ADHS-Selbsthilfegruppen in Stahnsdorf. Denn ADHS sei keine Modekrankheit, stellt Eichelbaum klar, auch wenn dies oftmals so wahrgenommen werde.

Mit einem praxisnahen Programm und hochkarätigen Referenten beleuchtet die Tagung verschiedene Problemfelder ADHS-Betroffener. Sehprobleme, Schlafstörungen und Schwierigkeiten im sozialen Umfeld sind nur einige der Programmpunkte, denen sich die Veranstaltung widmet.

Eröffnet wird die Veranstaltung durch Stahnsdorfs Bürgermeisters Bernd Albers. am Freitag, den 4. November, um 8:30 Uhr im Jugend- und Familienzentrum ClaB am Bäkedamm 2 in Stahnsdorf. Die Kosten betragen 20 (Freitag) bzw. 10 Euro (Samstag). Anmeldungen per E-Mail an info@gehaufrecht, Betreff „ADHS Tage“.

Text und Foto: pi